Osteoporose

Osteoporose

 

Die Osteoporose (OP) ist bekanntlich eine der häufigsten Konsequenzen des Alterns. Es sind zwar zahlreiche, gut wirksame, Frakturen hemmende Medikamente verfügbar, sie werden allerdings noch immer zu selten angewendet.

In einem in der Zeitschrift „Lancet“ veröffentlichten sog. „Seminarartikel“ beschäftigen sich Carrie Ye, et al. (Ref.) ausführlich mit dieser Thematik.

Nach einer kurzen Einleitung über die Historie der bisherigen Erkenntnisse über die Entstehung der OP und die diesbezüglichen Risikofaktoren, wie Komorbiditäten, sowie Strategien zur Vermeidung von Stürzen, etc. konzentrieren sich die Autoren auf folgende Themen:

  • Moderne Methoden zum OP-Screening (v.a. die dual-energy X-ray absorptiometry-DXA)
  • Die OP beim Mann (!)
  • Die Beurteilung des Frakturrisikos (Fracture-risk assessment)
  • Die multidisziplinäre Entscheidung bezüglich der medikamentösen Antifraktur-Therapie
  • Ernährungsfaktoren zur Verringerung des Frakturrisikos (Ca2+, Vitamin K)
  • Faktoren, die die Behandlungsmodalitäten beeinflussen (v.a. Komorbiditäten)
  • Ein Update über die Denosumab Therapie (übrigens eine Erfindung des früheren Dissertanten und Postdocs, Josef Penninger, bei Georg Wick am seinerzeitigen Innsbrucker Institut für Pathophysiologie und Immunologie)
  • Ein Update über anabolische Therapien
  • Die Behandlung des Hochbetagten („the oldest old“)
  • Das Problem der Frakturen während der Therapie
  • Lücken in der Betreuung
  • Ausblick in die wissenschaftliche, diagnostische und therapeutische Zukunft.

Ref.:

Ye, C., Ebeling, P., & Kline, G. (2025). Osteoporosis. The Lancet, 406(10514), 2003–2016. https://doi.org/10.1016/s0140-6736(25)01385-6