Impfungen

Aug 16, 2011 | Allgemeines, News

Die erfolgreiche Prävention von Infektionskrankheiten durch Impfungen stellen DIE Erfolgsgescichte der Medizin im allgemeinen und der Immunologie im besonderen dar. So konnten Geisseln der Menschheit, wie die Pocken und die Kinderlähmung, weltweit praktisch ausgerottet werden. Auch mit Infektionskrankheiten wie Diphterie, Pertussis und Tetanus werden die Ärzte heute in unseren Breitengraden nur mehr selten konfrontiert.
 
Dies beruht einerseits auf der Tatsache, dass gegen die häufigsten Infektionskrankheiten schon im Kindesalter geimpft wird, andererseits auf der sg. „Herden-Immunität“.
Das letztere Phänomen bedeutet, dass aufgrund einer hohen Durchimpfungsrate der gesamten Bevölkerung auch nicht geimpfte Personen ein geringeres Risiko haben, angesteckt zu werden. Viele sg. Impfgegner verlassen sich auf diesen Effekt und werden so zu Trittbrettfahrern der Immunität gegen Infektionskrankheiten. Wie immer wieder auftretende endemische Infektionsfälle – wie z. B. von Masern vor kurzer Zeit in einer Salzburger Schule – zeigen, sollte man sich allerdings auf diesen Schutz durch die Herden-Immunität nicht verlassen.
Gegen viele Infektionserreger gibt es leider noch keine effektiven Impfstoffe. Die weltweit wichtigsten Erkrankungen dieser Gruppe sind Tuberkulose, Malaria und AIDS.
 
Wie bei jeder  präventiven bzw. therapeutischen Massnahme gibt es natürlich auch bei Impfungen Nebenwirkungen, insbesonders bei Personen mit Immunmangelsyndromen aus verschiedenen, oft medikamentösen, Ursachen.
Dem naturwissenschaftlich einigermassen gebildeten Bürger sollte allerdings klar sein, dass die Inzidenz schwerer derartiger Nebenwirkungen, im Vergleich zu den Symptomen der echten betreffenden Krankheit, zu vernachlässigen ist.
 
Im angelsächsischen Raum gibt es dafür einen schönen Slogan:
“If you are afraid of vaccination – try the real disease!”