Nahrungsmittelallergien und Magensäure

Mrz 4, 2013 | Allergiediagnostik, News

Wie bereits mehrfach in unseren News erwähnt (siehe z.B. News vom 30.8.2011 im Archiv), werden Nahrungsmittel im Verdauungstrakt durch entsprechende Enzyme in Peptide bzw. einzelne Aminosäuren abgebaut, die dann nicht mehr immunogen sind, und gegen die bei den meisten Menschen somit eine Immuntoleranz besteht. Ausnahmen sind jene Personen, die genetisch für die  Entwicklung von Nahrungsmittelallergien prädisponiert sind.
Allergien können gelegentlich allerdings auch durch mangelnden Abbau von Lebensmitteln im Gastrointestinaltrakt bedingt sein. Dies gilt z.B. für Patienten mit intrinsischen oder medikamentös bedingter Hypoacidität (Antiacida, wie Protonenpumpen-Inhibitoren, H2-Rezeptor Blocker, andere Antiacida)
Das Enzym Pepsin entfaltet bekanntlich eine optimale Aktivität bei einem pH von 1,8-3,2, sodass unter hypoaciden Bedingungen Proteine unverdaut in den Darm gelangen und so eine Immunreaktion hervorrufen können.
 
 
Ref.:
S.C. Diesner et al.
Food Allergy: Only a Pediatric Disease?
Gerontology 57:28-32 (2011)